German

“Zivilgesellschaftliche Organisationen”

Zivilgesellschaftliche Organisationen werden als rechtliche Einheiten definiert, die als gemeinwohlorientierte Vereine und Verbaende jenseits von Markt und Staat angesiedelt sind. Die Organisationen arbeiten länderuebergreifend und/oder haben einen spezifisch europäischen bzw. grenzüberschreitenden Kontext; dies ist zum Beispiel der Fall bei Gruppen zur Aussöhnung zwischen Polen und Deutschen, die die Kluft des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust zu überwinden versuchen oder bei Konfliktlösungsgruppen in Nordirland sowie auch bei Umweltgruppen, die nationale Interessen angesichts globaler ökologischer Risiken überwinden. Wir untersuchen die biographischen Erfahrungen der Mitglieder dieser Organisationen, die zwar gemeinsame Interessen verfolgen, dabei aber unter Umstaenden von ganz unterschiedlichen kulturellen, politischen oder religiösen Standpunkten kommen. In diesen Aktivitätskontexten wird ein Perspektivenwechsel der Aktivisten/Mitglieder möglicherweise durch „Europeanness“ als einem gemeinsamen Nenner bei den Aushandlungsprozessen unterstützt. Die ForscherInnen, die am Work Package CSO beteiligt sind, werden die Beziehungen zu den Zielorganisationen pflegen und Forschungsergebnisse möglichst frühzeitig rueckkoppeln. Dadurch werden die Organisationen in die Entwicklung von Forschungsergebnissen einbezogen und in ihrer Öffentlichkeitsarbeit unterstützt.

Koordinator:

Dr. Ulrike Nagel

Otto-von-Guericke Universitaet, Magdeburg

Ulrike.Nagel@ovgu.de